Rückblick

Hier finden Sie aktuelle Beiträge über Veranstaltungen der Kirchengemeinde Schönwalde sowie einen Rückblick auf die vergangenen Jahre.

20.11.2021

AUF! Aktionstag Unser Friedhof und Lichterandacht – Ein Rückblick 

Wie in jedem Jahr fand am Vorabend des Ewigkeitssonntags eine Lichterandacht in Gedenken an unsere Verstorbenen auf dem Friedhof statt. Entgegen allen Wettervorhersagen blieben Wind und Regen bis zum Abend aus. Zum ersten Mal war dieser Tag der Andacht verbunden mit einem Aufruf an alle Schönwalder, den Friedhof gründlich zu putzen und winterfest zu machen. Und nicht nur Schönwalder Bürger, darunter auch eine Konfirmandengruppe, folgten diesem Appell! Schon seit Sonnenaufgang war eine gut gelaunte Schülergruppe des Weber Gymnasiums Eutin fleißig dabei, die Laubmassen von Wegen und Rasenflächen zu harken und zu beseitigen. Für sie war es gemäß ihres Schulmottos „Wir entfalten Potentiale“ eine Dankeschön-Aktion an die für die Friedhofspflege zuständige Firma Oliver Cornehl. Herr Cornehl spendet diesen Schülern 500 Euro für ihren Abiball im Juni 2022. Mit so viel tatkräftiger Unterstützung konnten die Unmengen von Laub bewältigt und die Hauptwege mit Kies verschönert werden. Um 12 Uhr gab es eine warme Suppe für alle Helferinnen und Helfer. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, insbesondere auch Klaus Bünning und Christian Hüttmann! Am Nachmittag wurden von den Konfirmanden noch rote Grablichter auf die meisten Gräber verteilt und die Hauptwege durch Windlichter erhellt. So stimmungsvoll beleuchtet, begann um 18 Uhr die halbstündige Lichterandacht. Pastor Heling las biblische Texte von der christlichen Hoffnung über den Tod hinaus. Im Wechsel damit spielte der Posaunenchor Schönwalde bekannte Choräle, die von den etwa sechzig Besuchern - unter Zuhilfenahme von Taschenlampen - gern mitgesungen wurden. Danach ging man still auseinander. Eine gelungene feierliche Einstimmung auf den folgenden Ewigkeitssonntag!
Für den Kirchengemeinderat Brigitte Hilbert 

31.10.2021

Einführung Pastor Stefan Schilk

Am Reformationstag, dem 31. Oktober, wurde Stefan Schilk im Abendgottesdienst durch Probst Dirk Süssenbach in sein neues Ehrenamt eingeführt. Pastor Stefan Schilk ist ein ausgebildeter und ordinierter Theologe, arbeitet aber im Hauptberuf als Familienberater beim Kinderschutzbund. Er wird ab jetzt von Zeit zu Zeit Vertretungsdienste in der Kirchengemeinde Schönwalde übernehmen.

25.09.2021

POdiumsdiskussion zum INsektenschutz

Am 25.09. fand im Gemeindehaus eine Podiumsdiskussion mit dem 
Landesnaturschutzbeauftragten Holger Gerth, dem EKD-Agrarbeauftragten Jan Menkhaus, dem Landwirt Klaus Pritschau und der Juristin Christina Wiener vom Umweltministerium zum Thema Insektenschutz statt. Auf dieser Sitzung wurde der Ernst der Lage deutlich gemacht, um ein Umdenken in dieser Problematik zu erreichen. Es waren zu der hochklassig besetzten Veranstaltung leider nur etwa 12 Besucher gekommen.

28.08.2021

Kino auf Gr0ßleinwand  - Filmsommer unter freiem Himmel

Im Rahmen einer Förderung durch den Kulturbeauftragten der EKD und die Medienbeauftragte des Bundes konnten wir etwa 8.000 € für die nachhaltige Kulturarbeit der Kirchengemeinde einsetzen. Der Idee entsprechend zeigten wir in diesem Sommer auf dem Pfarrhof drei Filme, die sich mit dem Themenfeld Natur auseinandersetzen. Hierbei wurden wir von Wolfgang Grip vom Kommunalen Kino Eutin (Binchen) bereitwillig und fachkundig unterstützt. 

Auf seine Empfehlung hin zeigten wir die Filme „Das Volk der Gräser“, einen vielfach ausgezeichneten Klassiker des Naturfilms. In vier Jahren akribischer Arbeit entstand die Dokumentation über einen typischen Tagesablauf auf einer Sommerwiese in Frankreich – ausschließlich aus Sicht verschiedener Insektenarten, die in Großaufnahmen die einzigen Akteure des Films waren.  Die makroskopischen Aufnahmen eröffneten dem Zuschauer wahrlich faszinierende Einblicke in eine Welt, die sich unseren Blicken sonst entzieht. Die eindrucksvollen Bilder von der Stimmigkeit dieses verborgenen Lebens ließen einen staunen, entsprechend hoch war die Aufmerksamkeit. 


Ebenso war der türkische Film Bal - Honig, der in der Bergwelt Ostanatoliens spielt, bestens geeignet für die Vorführung im Freien. Kam er doch fast ohne Worte aus, es sprachen die Bilder der waldreichen Landschaft und die von dieser Landschaft und harter Arbeit geprägten Menschen. Auch bei diesem sehr berührenden Film, der fast zwei Stunden dauerte, herrschte größte Stille und Konzentration im Publikum. 


Die dritte und letzte Vorführung unseres Filmsommers, die Kinofassung von „Die Ostsee von oben“, fand wetterbedingt in der Kirche statt. Nach dem Erfolg von „Die Nordsee von oben“ widmeten sich die Filmemacher hier der Ostsee – ausschließlich aus der Vogelperspektive. Seit jeher war sie ein Ort für Naturwunder und lässt an unberührten Orten noch immer ihrer unbändigen Lust an natürlichen Formen freien Lauf. Die Reise führte entlang der deutschen Ostseeküste von Flensburg über Lübeck, die Boddenlandschaft ostwärts bis an die polnische Grenze. Der Film wurde schon mehrfach im Fernsehen gezeigt, aber die Kinoversion war nicht nur länger und ausführlicher, sondern auch viel informativer. 


Mit jeweils rund 50 Zuschauern bei jeder Vorführung erwies sich dieses kulturelle Projekt als großer Erfolg. 

10.07.2021

rieseninsekten Auf dem Pfarrhof

An der Ferienpass-Aktion zu Beginn der Sommerferien auf dem Pfarrhof nahmen sechs Schüler der Friedrich-Hiller-Schule sowie die Konfirmandin Leevste teil. Unter der kreativen und liebevollen Anleitung der Holzbildhauer Ole Janzen und Julian Nogli entstanden in drei Tagen die künstlerischen Objekte „Schmetterling“, „Mörder-Hornisse“ und „Hummel“, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Skulpturen wurden nur aus Naturmaterialien mit Hilfe von Säge, Gartenschere und Schnitzmesser sowie viel Band und Seil gefertigt. Diese erste Land-Art-Ausstellung hat allen Künstlern und Künstlerinnen sehr viel Spaß gemacht, sodass im nächsten Jahr hoffentlich weitere folgen werden! 

28.05.2021

 Projekt Land:GUT 2021 zum Thema Artenvielfalt wurde ausgezeichnet

In diesem Förderprojekt des Kulturbüros der EKD, Berlin unter maßgeblicher Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien geht es um gleichwertige Lebensbedingungen auf dem Land durch kreative Teilhabe und kulturell inspirierende Gemeinschaft. Anfang 2021 bewarb sich die Kirchengemeinde um eine Förderung der kulturellen Arbeit im Naturerlebnisraum. Nun wurde sie als eine von zwanzig Kirchengemeinden in der EKD für ihre Arbeit mit einer Plakette ausgezeichnet, darüber hinaus aber auch mit einer Förderzusage für Anschaffungen mit nachhaltiger kultureller Nutzung. Mit dem Geld können notwendige Anschaffungen getätigt werden, um wirksame Impulse für das kulturelle Leben in Schönwalde zu setzen. 

Am 21. Mai kam Martin Bresgott vom Kulturbüro der EKD in Berlin in den Naturerlebnisraum, um die Plakette zu überreichen. Außerdem galt es, einen ebenfalls gesponserten Baum zu pflanzen, der als Symbol für Nachhaltigkeit stehen soll. Möge dieser hochstämmige Birnbaum, die „Köstliche von Charneux“ lange und gut gedeihen und viele Menschen erfreuen! Anwesende bei der Auszeichnung waren Arnd Heling, der Imkerkurs der OGS mit Ehepaar Kosfeld und Nadine Ritter sowie Angela Hüttmann, Ehepaar Huppenbauer, Johanna Gibbe, die hier auch das FÖJ-Projekt „Vertikale Insektenweide“ abschloss, Rudi Hoffmann und, last but not least, Bürgermeister Winfried Saak, der die Plakette mit entgegennahm. Wir freuen uns auf weitere kulturelle Highlights in diesem Jahr! 

23.05.2021

rückblick "To Pingsten in de Glinn"  

To düssen traditschonellen op Plattdütsch fierten Pingstgottesdeenst in de Glinn ann Lachsbach wiern an Pingstsünndach bi teemlich kold un störmsk Wedder etwa föfftich Besöökers kamen, üm de Predigt vun Paster Heling to hörn, de dörch ehr Spraak  för de meesten good kennt wier.  Gott sien Woord op Platt güng to Harten.

Die jungen Musiker des Posaunenchors der Musikhochschule Lübeck, verstärkt durch einheimische Bläser, bereicherten den Gottesdienst u. a. mit schönen, altbekannten Pfingstliedern, die im Freien auch von allen Teilnehmern gern wieder aus vollem Herzen mitgesungen wurden, diesmal ausschließlich „op Platt“:

 Ik sülm, ik kann un mag nich rohn; mien’n groten Gott sien herrlich Doon will mi to’n Jubeln bringen. So sing ik mit, wenn allens singt, un laat, wat as en Dankleed klingt, mi frie vun Harten springen …

22.05.2021

rückblick NAturpirsch "Auf den Spuren von Wildbiene, Schmetterling & co"  

Anlässlich des Internationalen Tages zur Erhaltung der Artenvielfalt am 22. Mai lud der Freundeskreis Pfarrhof Schönwalde e.V. den Wildbienenexperten Norbert Voigt vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund ein, um im Naturerlebnisraum auf „Insektenpirsch“ zu gehen. Etwa 20 Personen folgten der Einladung auf den Pfarrhof, um sich inspirieren zu lassen. Norbert Voigt brachte nicht nur sehr anschauliches Lehrmaterial mit wie zum Beispiel das Innere eines „Insektenhotels“ als Modell und Broschüren mit Tipps zu insektenfreundlichen Gärten. Daneben erfuhren die Teilnehmer eine Fülle von interessanten Details aus dem Leben der fast 300 in Norddeutschland heimischen Wildbienen. Leider stießen die Insektensucher auf der „Pirsch“ nur auf sehr wenige Exemplare, aber das lag vor allem am nasskalten Wetter. 

Im Rahmen einer Andacht unter dem Motto „Lob der Vielfalt“ zeigte Norbert Voigt anschließend in der Kirche brillante Großaufnahmen etlicher Bienen- und Wespenarten, die als Räuber und Bestäuber ein hochspezialisiertes Leben mit bedeutsamen Wechselwirkungen im Naturhaushalt führen. Alle, die gekommen waren, erhielten zum Abschluss eine Infobroschüre sowie ein Papierarmband mit eingelassenem Saatgut, bedruckt mit dem Wort „Hoffnungsträger“. Spätestens, wenn das Band reißt, soll es in die Erde. Möge die Saat darin aufgehen und uns in unserer Hoffnung auf Heilung der Erde bestärken und verbinden.

13.05.2021

rückblick Gottesdienst für Mensch und Tier am Himmelfahrtstag

Auch in diesem Jahr feierte die Kirchengemeinde am Himmelfahrtstag einen Gottesdienst für Mensch und Tier. Die Predigt von Pastor Arnd Heling stand unter dem Titel „Mit-Sein, oder: Was es heißt, lebendig zu sein.“ Leider hielt das regnerische Wetter bei kühlen Temperaturen viele von der Teilnahme ab, doch immer hin knapp 30 Personen, einige Hunde, zwei Lamas, zwei Hühner und unser Schaf Findus trotzten dem Regen. 


Die Predigt kann unter Downloads heruntergeladen werden. 

27.01.2021

Gedenkort Schönwalde erinnert an NS-Opfer  

Im Gedenkort für Opfer von Krieg und Gewalt neben der Schönwalder Kirche wird noch bis zum 3. Februar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Am 27. Januar, dem internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, entzündeten Schönwaldes Pastor Dr. Arnd Heling, Johanna Gibbe und Bürgermeister Winfried Saak zusammen mit seiner Stellvertreterin Bärbel Seehusen eine Kerze.
Der 27. Januar ist auch der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee. Aus diesem Grund hat Johanna Gibbe eine Präsentation aus Fakten und Bildern gepaart mit Zitaten von Überlebenden und Befreiern des Lagers sowie Politikern zur Erinnerungskultur zusammengestellt. Die 20-Jährige macht derzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Kirchengemeinde. Die Präsentation ist noch bis zum 3. Februar im Gedenkort neben der Kirche zu sehen. „Der geschützte Raum für innere Einkehr ist täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.“  Mit diesen Worten lädt Pastor Heling zum Entzünden weiterer Kerzen zur Erinnerung und zu Einträgen in das Besucherbuch des Gedenkortes ein. (dob)

(Pastor  Dr. Arnd Heling, Johanna Gibbe,  Bürgermeiser Winfried Saak und Stellvertretende Bürgermeisterin Bärbel Seehusen /Foto:  Marc Dobkowitz)

22.10.2020

Pfarrkutsche meistbietend verkauft

Im Gemeindebrief wurde der 80 Jahre alte Zweispänner von Armin Lembke, der von 1945 bis 1980 Schönwaldes Pastor war, zur Versteigerung angeboten. Das ehrwürdige Stück stand lange in der Pfarrscheune. Rost und Wurmfraß haben ihm arg zugesetzt. Um es vor dem endgültígen Verfall zu bewahren und zugleich die Pfarrscheune besser nutzen zu können, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die Kutsche zu Gunsten der Außenbeleuchtung unserer Kirche zu veräußern.
Den Zuschlag erhielt Herr Arend Knoop, früher einmal Konfirmand von Pastor Lembke. Er bot 1.500 Euro für den guten Zweck! Wir bedanken uns ganz herzlich und freuen uns, dass die "einleuchtende Idee" einer Wege- und  Fassadenbeleuchtung rund um die Kirche nun schon wieder ein Stückchen näher gerückt ist. Den Zweispänner wird Arend Knoop eigenhändig restaurieren. 
Es ist schön zu wissen, dass die Kutsche im Dorf bleibt! Wir wünschen dem neuen Eigentümer viel Freude und Erfolg beim Restaurieren!
   
Pastor Heling und Kirchengemeinderat Rudi Hoffmann bei der Übergabe der Pfarrkutsche an Arend Knoop / Bild: Marc Dobkowitz

21.10.2020

Erntedank 2020

In diesem Jahr haben die Kinder der Friedrich-Hiller-Grundschule eine Woche lang mitgeholfen, unser Wagenrad mit den Erntegaben vor dem Altar auszuschmücken. Dabei lernten sie Matthias Claudius' Erntelied "Wir pflügen und wir streuen" näher kennen.
Das Gesamtkunstwerk, das unter der kundigen Leitung unserer Küsterin Ilona Wandt entstanden ist, war am Erntedank-Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr zu bestaunen.

"Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott."  

06.03.2020

Weltgebetstag am 06.03.20

 Die Frauen aus Simbabwe machen sich stark für Gleichberechtigung
In Simbabwe sagt man: „Die Frauen kämpfen auf Knien“, weil sie betend kämpfen. Und sie lassen nicht nach zu beten, weil viele von ihnen immer noch Diskriminierung, Unterdrückung   und systematischen Machtmissbrauch erfahren. Ihr christlicher Glaube gibt den Frauen Hoffnung und Stärke. Wie Jesus in der Geschichte der Heilung des Gelähmten (Joh. Kap 5, Vers 2-9) ruft, so rufen sie sich – und uns – mutig und entschlossen zu: „Steh auf und geh!“
In verschiedenen Projekten kämpfen sie für die Gleichberechtigung aller Frauen in diesem armen, verschuldeten Land in Südafrika. Sie kämpfen für berufliche Chancengleichheit junger Frauen. Sie kämpfen gegen Zwangsverheiratung, Polygamie und häusliche Gewalt. Sie kämpfen für eine adäquate Schulbildung für Mädchen. Sie kämpfen für eine ausreichende Versorgung von bedürftigen und beeinträchtigten Kindern sowie für eine umfassende Gesundheitsreform. Und nicht zuletzt kämpfen sie mit ihrer Projektidee „Schulden in Gesundheit umwandeln“ für wirksame medizinische Maßnahmen bei den zahlreichen Aids-, Tuberkulose- und Malariakranken. Ein langer Weg liegt noch vor ihnen.

Etwa 45 Frauen, Männer und Kinder folgten der Einladung zum Weltgebetstag der Frauen aus Simbabwe, diesen Gottesdienst mit ihnen gemeinsam zu feiern. Nach einer interessanten Länderinformation und vorgetragenen Berichten der Frauen über ihre Sorgen und Nöte, aber auch über ihre Hoffnung auf Versöhnung und Frieden fanden sich passend zu dem Bibelausspruch „Steh auf und geh!“ viele ermutigende und zum Aufbruch auffordernde Gebete, Fürbitten sowie zahlreiche eingängige Lieder (Steh auf! Mach dich auf den Weg! Tu, was Jesus sagt! Du schaffst das!). Diese Texte zeigten die Kraft und den starken Willen dieser Frauen und ihr Vertrauen in Gott.

Die am Schluss des Gottesdienstes eingesammelte Kollekte war bestimmt zur Unterstützung verschiedener Frauen- und Gesundheitsprojekte in Simbabwe.

Der Gebetsabend fand einen harmonischen Ausklang bei regem Gedankenaustausch und einem vielfältigen Angebot an landestypischen Speisen aus Simbabwe, zubereitet von den Frauen des Organisationsteams.

Brigitte Hilbert 

22.02.2020

Christlich-Islamischer Dialog 

Im Rahmen einer Dialog-Reihe des Kirchenkreises Ostholstein waren wir am 21. Februar Gastgeber für das Gespräch von Abdulgafur Musliu von der islamischen Hochschulgemeinde in Osnabrück und Pastor Michael Hanfstängl, Beauftragter für Mission, Ökumene und Eine Welt im Kirchenkreis Ostholstein. Vor etwa 70 interessierten Zuhörern hielten sie Impulsreferate mit Fragen an die jeweils andere Religion. Danach konnten auch Fragen aus dem Publikum gestellt werden, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Unter der Moderation des Islambeauftragten der Nordkirche, Pastor Sönke Lorberg-Fehring, kamen sowohl Fragen nach dem Menschenbild im Islam und im Christentum zur Sprache als auch nach der Bedeutung Jesu, der Zwei-Naturen-Lehre und Trinitätslehre.

Arnd Heling

21.11.2019

Menschenkette am volkstrauertag

Es hat tatsächlich geklappt - knapp 400 Menschen kamen in diesem Jahr zum Volkstrauertag in Schönwalde, auch anlässlich der Einweihung des neuen Gedenkortes für den Frieden. Nach jahrelanger Planung und vielen Mühen hat es die Kirchengemeinde geschafft, das Gebäude pünktlich der Öffentlichkeit zu übergeben. 
Gefeiert haben dies mehrere Hundert Menschen, die dem Aufruf gefolgt waren, den Volkstrauertag einmal anders zu begehen. Nach den Kranzniederlegungen am Ehrenmal durch Schönwaldes Bürgermeister Saak und Bürgermeisterin Voß, Major Lotzin (Patenkompanie), die Freiwillige Feuerwehr und den Kyffhäuserbund formierte sich die Menschenkette mit Landrat Sager, Propst Süssenbach, dem Kirchenpatron Herzog von Oldenburg und Pastor Arnd Heling an der Spitze: Sie folgten einem der vielen Engelschilder, die die Strecke markierten. Nach Ankunft am Gedenkort stand die Menschenkette, rund 400 Meter lang. Die Glocken läuteten und man fasste sich an den Händen zu einer Minute gesammelten Schweigens. Dann trugen zwei Konfirmanden die Kränze der Kirchengemeinde und des Kirchenpatrons, um sie am Gedenkort niederzulegen, der damit eröffnet wurde. Vor der Kirche sang der Gospelchor Sangena das Lied Give us Peace - es konnte passender nicht sein. 
Propst Süssenbach segnete das Haus und sprach darüber das Gebet "Vater vergib" (Father forgive), das aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kathedrale in Coventry stammt. Landrat Sager würdigte die Bemühungen der Kirchengemeinde und dankte den Akteuren des Tages. Bei bestem Wetter gab es anschließend eine Erbsensuppe von der Patengemeinde, Getränke, Brot und Kekse in der Kirche und viele Gespräche. In der Kirche war die Ausstellung der Konfirmanden über "Zeitzeugen - Flüchtlingskinder 1945" zu sehen.

Selten sah man so viele Jugendliche und Kinder bei einem Volkstrauertag. Dank an alle, die diesen ernsten Tag so würdig und zugleich heiter mit gestaltet haben.

Arnd Heling

13.11.2019

Kriegsenkel - die Erben der vergessenen Generation

Am Mittwochabend, dem 13. November 2019 kamen rund 80 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in die Schönwalder Kirche, um der Lesung von Sabine Bode aus ihrem Buch "Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation" beizuwohnen. Die meisten von ihnen waren schon mit wenigstens einer der einschlägigen Veröffentlichungen der Autorin über die unbewusste Weitergabe von Kriegstraumata seit Ende des Zweiten Weltkriegs vertraut. Es gelang Sabine Bode mühelos, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Viele erkannten sich in den biografischen Fallbeispielen, die sie aus einer Vielzahl von Interviews ausgewählt hatte, unmittelbar wieder. Im Gespräch mit der Autorin wurde deutlich, wie sehr vielfach noch unverarbeitete seelische Verletzungen aus dem Kriege auch in der zweiten Nachkriegsgeneration wirksam sind, zum Teil mit erheblichen Beeinträchtigungen  der Lebensqualität der Betroffenen. Der Vortrag von Sabine Bode ermutigte jedoch manche, sich aktiv mit der Erinnerungsarbeit zu befassen, wie die rege Nachfrage am Büchertisch der Buchhandlung Hoffmann (Eutin) und zahlreiche Autogrammwünsche deutlich machten.

Arnd Heling

02.10.2019

Einfach mal lassen. Zauber des Naturgartens.

Vor rund 20 interessierten Gästen hielten Jürgen Hicke und Christina Mohwinkel am 25. September 2019 im Gemeindehaus einen Fotovortrag über ihre bisherigen Gärten, die sie als Naturgärten (um-)gestalteten. Brilliante Nahaufnahmen von Pflanzen und Tieren des Gartens, insbesondere begeisternde Nahaufnahmen von Schmetterlingen, Libellen, Bienen, Wespen  und anderen Insekten, die uns in einem intakten Naturgarten begegnen, schlugen die Besucher in ihren Bann. Die Referenten betonten, dass sie keine Biologen, sondern Amateure im besten Sinne des Wortes seien.
Beide haben über Jahrzehnte im NABU in Niedersachen ehrenamtlich im Naturschutz gearbeitet. Christina Mohwinkel hat dabei einen Schwerpunkt auf Kräuterkunde und Jürgen Hicke ist passionierter Naturfotograf.
Der Vortrag gab vielerlei Impulse, es ihnen gleichzutun - einfach mal lassen, sich selbst zurücknehmen und der Natur eine Chance geben, sich zu entfalten. Es wurde deutlich, dass jeder Gartenbesitzer einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt leisten kann, und dass einem dies sehr viel Freude machen kann.

Arnd Heling

04.07.2019

Ideenwettbewerb für den Schönwalder Gedenkort

Am Volkstrauertag 2019 wollen wir in der frühreren Leichenhalle der Kirchengemeinde einen modernen "Mahnort für den Frieden" einrichten.
Die Kunsthochschule Muthesius Kiel hat sich mit zwei Semesterarbeiten an der Planung beteiligt.
Am Donnerstag, dem 4. Juli 2019, fand in Kiel die Präsentation der Entwürfe der Studentinnen im 4. Semester Pauline Seubert sowie Liska Uhe, AnaLopes und Johanna Aranyos statt.
Beide Entwürfe  waren für den Kirchengemeinderat sehr beeindruckend und qualitativ gleichwertig. So sah es auch Professorin Dagmar Schork, die die Studentinnen angeleitet hatte. Das Preisgeld in Höhe von 800 €, das der Kirchengemeinderat ausgelobt hatte, ging zu gleichen Teilen an beide Entwürfe.

Der Kirchengemeinderat hatte die Qual der Wahl; denn es handelt sich um zwei grundverschiedene ästhetische Ansätze, die mit unterschiedlichen Materialien arbeiten. Das machte die Entscheidung schwer. 

Nun hat sich der Kirchengemeinderat mehrheitlich für den Entwurf von Paulina Seubert entschieden. Ihre Idee, modernste Technik zu verwenden  setzte sich schließlich durch, weil sie letztlich vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten für wechselnde Präsentationen und Ausstellungen eröffnete.


Arnd Heling 

16.06.2019

Mose, ein echt cooler Retter. Kindermusical war ein voller Erfolg

 Großen Beifall bekam die Kindermusicalgruppe am Sonntag Trinitatis (16.6.) in der Kirche. Sie spielten das Stück „Mose – ein echt cooler Retter“ mit schmissigen Liedern und knappen Dialogen. Zentrales Thema: die Lebensgeschichte des Mose und der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Mutig, die vielen Soloeinlagen!
 Man merkte – hier war ein Team zusammengewachsen, das Spaß an der Sache hatte. Manche der Kinder und Jugendlichen verfügen mittlerweile über beträchtliche Erfahrung. Vielen Dank euch allen, nicht zuletzt Liselotte Blenk und Katerina Saak für die Auswahl, Regie und das Einstudieren des Stückes, natürlich unter der gewohnt souveränen musikalischen Leitung von Lydia Bock. Dank auch an Christian Hüttmann, der die Technik wieder einmal souverän betreute.   

10.06.2019

Großes Interesse am Plattdeutschen Pfingstgottesdienst

 Zum plattdeutschen Pfingstgottesdienst, der seit rund 65 Jahren im Waldstück Glinde unter zwei hohen Buchen direkt am Lachsbach stattfindet, kamen auch in diesem Jahr wieder viele Freundinnen und Freunde der plattdeutschen Sprache.
 Etwa 130 Gottesdienstbesucher waren bei bestem Wetter beteiligt, als - wie mittlerweile schon fast tradiitionell - auch in diesem Jahr wieder Kinder getauft wurden:  Nói Fin Deicke aus Hobstin und Maximilian Pöhls aus Schönwalde. 

"Nu laa't doch de Kinner to mi kamen un verwehrt ehr dat nich. Denn so'n Ort höört Gottes Rik tau. Wat ik ju segg: Welkeen Gotts Rik noch annehmen deit as't Kinner-Ort is, de kummt dor nie nich rin." (Markus 10,15)

                                                                                                                                                                                Foto: Benjamin Hellwig

30.05.2019

Gottesdienst für Mensch und Tier

 Der diesjährige Gottesdienst für Mensch und Tier fand erstmals bei den Stallgebäuden und Kleintiergehegen der Kirchengemeinde statt, umgeben von den Hühnern, Enten, Schafen, Meerschweinchen und Kaninchen, die hier leben.
 Das kühle und windige Wetter mag manche Besucher ferngehalten haben. Doch kamen rund 30 Menschen, viele in Begleitung ihrer Hunde,  zusammen. Der Posaunenchor begleitete den Gottesdienst musikalisch, und auch die Schafe im Stall und auf der Koppel machten lautstark auf sich aufmerksam. 
 Im Anschluss gab es selbst gebackenen Kuchen, Kaffee und Tee im Gisela-Stadie-Haus, dem kombinierten Seminar- und Stallgebäude, und viele anregende Gespräche. Auch die Tiere lernten sich kennen, wie das Bild dokumnetiert: "Da werden Wolf und Schaf beieinanderliegen..." heißt es in einer Vision vom endzeitlichen Frieden - dem Shalom Gottes, der aller Kreatur gilt - im Buch Jesaja (Kap. 64) . Ein wenig war davon schon bei unserem Himmelfahrtsgottesdienst mit Mensch und Tier zu spüren.

Arnd Heling
(Foto: Nadja Schulze)

19.05.2019

Abschied mit Ansgarkreuz

 Am Sonntag Kantate wurde Dieter Achtenberg im Rahmen eines Festgottesdienstes als Vorsitzender des Kirchengemeinderates verabschiedet. Siebzehn Jahre war er Mitglied des Leitungsgremiums der Kirchengemeinde Schönwalde, davon fünfzehn Jahre als Vorsitzender. Dieter Achenberg hat sich vor allem in Bauangelegeheiten bis zuletzt sehr verdient um die Kirchengemeinde gemacht und bei vielen Projekten selbst Hand angelegt.
 Von nachhaltiger Wirkung war auch sein Engagement in der Patengemeinde in Magoye/Tanzania und in der Partnergemeinde aus Horst in Pommern.
 Aber auch in Haushaltsfragen und Friedhofsangelegenheiten war Dieter Achtenberg in dieser Zeit sehr aktiv und behielt die Finazen der Kirchengemeinde immer im Blick. Pastor Heling dankte ihm im Namen des Kirchengemeinderats. Auch Propst Dirk Süssenbach würdigte Achtenbergs langjähriges tatkräftiges Wirken, nicht zuletzt auch auf Kirchenkreisebene.

 Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung wurde ihm von der Kircheneitung durch Propst Süßenbach das Ansgarkreuz verliehen, eine Auszeichnung der Nordkirche für herausragendes ehrenamtliches Engagement.


Arnd Heling   
(Foto: Marc Dobkowitz)