AKTUELLES
Über die Ökologisierung von Kirchenland

Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung lädt der Freundeskreis des Historischen Pfarrhofes ...
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Den Wolf umarmen - Enneagrammseminar mit Andreas Ebert

Am 25. und 26. Januar trafen sich 27 Interessierte mit Pfarrer i.R.  Andreas Ebert (München) im Gemeindehaus ...

Rückblick

Bild_zum_Thema 18.02.2015

Judas - Theaterabend am Aschermittwoch

Eine Schar von etwa 60 Menschen ließ sich zu „Judas“ einladen, einem monologischen Theaterstück von Vekemans. Dem Schauspieler Hartmut Lange gelang es, diesen Abend zu einem zu machen, der mich nicht wieder loslassen wird. Lange spielte nicht den Judas - er war es selbst! Seine Eltern hatten ihm einst den Namen gegeben, mit dem er selbst und sein Volk geehrt werden sollten. Ich erinnere mich an die Josefserzählungen – es ist Juda, der bereit ist, sich für seinen Bruder zum Lösegeld zu geben. (Gen 44). Das sollte in Israel unvergesslich bleiben! Und nun steht er hier in der Schönwalder Kirche, und sein Name wurde durch 2000 Jahre zum Schimpfwort! Dieser Judas ist ein Hin- und Hergerisener: Sein Weg führt ihn in den Mittelgang, wo er Auge in Auge mit mir, mit uns allen spricht; wo er uns hineinzieht in seine Träume und Hoffnungen. Immer wieder kehrt er in die Mitte zurück, zum Bild des Jesus im Altar. Wie hat er diesen Jesus geliebt! Er setzt sich ins Adelsgestühl, denkt über die Priesterschaft, die Beamtenriege am Jerusalemer Tempel nach, die so fest und sicher an ihren Stühlen kleben, dabei aber das ganze Volk Israel an den römischen Kaiser verraten! Voller Zorn wirft er die schwere Tür zurück ins Schloss. Wie gut war es, sich auf diesen Jesus einzulassen, der mit ihnen, seinen Zwölfen, etwas Neues wagte, ohne festen Boden unter den Füßen, ohne sich als Besitzer der Wahrheit zu geben. Dieses Schweben zwischen zwei Ufern, dieses Leben mit den Zweifeln, mit dem „schwarzen Loch“, wie Judas es nennt – das war es, was ihn so angezogen hat, nicht die Sicherheit des Lebens und Glaubens! Und dann zerbricht ihm alles, ihm und Jesus zerbricht alles! Wir erleben, wie es Judas zerreißt, und wie doch nichts anders und neu geschrieben werden kann.
Sind wir, die versammelte Gemeinde, dies nicht auch alles selbst, hier und heute?
Dann gibt es eine letzte Frage an mich, an uns: möchtest du deinen Namen mit ihm tauschen? Möchtest du seinen annehmen und deinen hergeben? Tiefer und dringlicher kann ich nicht verwickelt werden.
Wie gut, dass es nach dem letzten Wort des Judas Orgelklänge gab: was J.S. Bach so oft vertont hat „O Haupt voll Blut und Wunden“ / „Wenn ich einmal soll scheiden“.

Dass danach doch noch ein Applaus aufbrandete – es scheint nicht ohne zu gehen! Doch für Hartmut Lange und seine Assistentin Ines Schneider war es dann wohl auch gut so; denn es war wirklich ein Abend geworden, der uns nicht wieder loslassen wird.

Heiko Schierenberg

Bild_zum_Thema 09.01.2015

Mut zur Begegnung - Info-Abend mündet in "Flüchtlings-Café"

Mehr als 50 Bürger waren der Einladung von Gemeinde, Arbeiterwohlfahrt, Deutschem Roten Kreuz und Kirche zu einem Info-Abend zu Hilfen für Flüchtlinge und Asylsuchende gefolgt. Neben Informationen zur Entwicklung der Asylanträge und zu rechtlichen Hintergründen gab es von Uwe Wille, tätig in der Migrationssozialberatung des Kreises Ostholstein, auch praktische Ratschläge. Eine seiner Kernaussagen: Begegnung vor Material. Es sei wichtig Kontakt zu den Flüchtlingen herzustellen und ihnen das Gefühl zu vermitteln dazu zu gehören. Am Ende des Abends blieb eine Liste mit den Adressen von rund 30 Hilfsbereiten, die nun kurzfristig einen Willkommenstag für die bereits in Schönwalde wohnenden Flüchtlinge planen. Er soll den Auftakt für einen regelmäßigen Treff mit Café-Charakter bilden.

Pastor Dr. Arnd Heling sprach angesichts der großen Resonanz auf die Einladung von einem „politischen Statement“ und von einer „Koalition des Gewissens“. Das Amt Ostholstein-Mitte erwartet nach aktuellen Zahlen aus dem Kreis in diesem Jahr 25 neue Asylbewerber. 14 sind bereits untergebracht. Die überwiegende Zahl in Schönwalde, da sich dort die Behelfswohnungen des Amtes befinden, berichtete Peter Zink. Der Amtsvorsteher war, wie Schönwaldes Bürgermeister Hans-Alfred Plötner und dessen Stellvertreterin Bärbel Seehusen, unter den Teilnehmern des Abends und zeigte sich von der großen Resonanz positiv überrascht.

Uwe Wille vermittelte mit einigen Zahlen einen Eindruck der aktuellen Situation. Nach einem absoluten Hoch von jährlich 430.000 Asylanträgen in Deutschland im Jahre 1993 hatte man 2010 mit 22.000 Anträgen das Tief erreicht. Bis November 2014 sei die Zahl nun wieder auf 181.000 angestiegen. Zwar stammten sie meisten Asylsuchenden aus Syrien. Danach folgten in der Statistik aber bereits Serbien als Herkunftsland. Problematisch sei die Dauer der Verfahren bis zur Anerkennung des Asyls in Deutschland. Erst danach beginne gemäß Gesetzt die Integration und damit das Recht auf Sprachausbildung. Somit gingen oft Jahre ins Land, die ungenutzt blieben, gäbe es keine privaten Initiativen zur Sprachausbildung. Neben organisierten Deutschkursen gebe es auch viele persönliche Hilfe, wie ein Eutiner Ehepaar, das den Vater eines Schulkindes unterrichtet, während dies in der Schule Deutsch lernt. Aber auch im Amt Ostholstein-Mitte gibt es bereits eine Initiative in der interessierte Laien einzelne Flüchtlinge die deutsche Sprache lehren. Schulverbandsvorsteherin Angela Hüttmann konnte hier ebenfalls positives berichten. An der Schönwalder Grundschule werden mit dem beginnenden Schuljahr sechs Kinder Deutsch als zweite Fremdsprache lernen können. Dies spart den Grundschülern die bisher nötige Busfahrt nach Eutin. Eine Ausbildung der Schulleiterin Doris Jürs macht dies möglich.

Alles Lernen der Sprache mache jedoch keinen Sinn, wenn sie nicht zur Anwendung komme, betonte Uwe Wille noch einmal die Wichtigkeit der Begegnung. Sie sei der beste Weg zur Integration. „Treffen, treffen, treffen“ offenbarte eine andere Bürgerin ihr Rezept und ein anderer berichtete voller Emotionen, wie bereichernd sein Kontakt zu jungen Asylsuchenden sei, ungeachtet der vorhanden Sprachbarrieren. Da alle Anwesenden unbedingt konkrete Hilfe leisten wollten, einigte man sich darauf noch im Januar mit einem Treff zu starten, um in ungezwungener Atmosphäre einander kennen zu lernen. Willkommen sind dann alle in Schönwalde lebenden Flüchtlinge. Auch die zwei Familien deren Patenschaft bereits das Rote Kreuz übernommen hat.

Alle weiteren Termine finden Sie unter der Rubrik „Aktuelles“ und „Veranstaltungen“

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 04.01.2015

Leis singt der Shanty-Chor, Weihnacht ...

Bereits zum zweiten Mal war der Shanty-Chor „Eutiner Wind“ am ersten Sonntag des Jahres mit einem weihnachtlichen Konzert zu Gast in unserer Kirche. Und geht es nach dem Chor, dann soll daraus eine Tradition werden. Sie hätten kein schlechtes Gewissen auch im neuen Jahr noch Weihnachtslieder zu singen, erklärten die stimmgewaltigen Männer. Ihr Chorleiter Sergii Bezrukov stammt aus der Ukraine. Dort feiere die orthodoxe Kirche schließlich Weihnachten erst am 6. Januar.
Wie gut die „Weihnacht auf den Meeren“ auch noch nach dem Heiligen Abend ankommt bewies eine bis auf den letzten Platz besetzte Kirche. Bereits bei „Leis singt der Shanty-Chor Weihnacht“ auf die Melodie von „I'm dreaming of a white Christmas“ waren die Konzertbesucher ganz im Bann der Seemannslieder und summten bereitwillig mit. Eine kleine Überraschung gab es mit dem Gorch-Fock-Lied, das der Chor zu Ehren der „Weißen Lady“, die am 19. Dezember pünktlich zu Weihnachten von ihrer 165. Ausbildungsreise zurückgekehrt war, vortrug. In der dritten Strophe besangen die Männer in rot ihre Heimatstadt Eutin. Weit hinaus in die Welt ging es mit russischen Liedern in denen Chorleiter Bezrukov seine Solostimme präsentierte. Einen andächtigen Kloß im Hals hatte mancher bei der anrührenden Erzählung zur Rolle des 1998 eingestellten Norddeich Radios für die Weihnacht der Seemänner in der Zeit als noch nicht jeder Ort der Welt via Handy erreichbar war und die Matrosen fern der Heimat ohne die Stimmen der Familie das Fest der Liebe feiern müssten.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 26.12.2014

Weihnachten in Schönwalde mit Krippenspiel und Friedenslicht

Auch in diesem Jahr fanden zahlreiche Schönwalder zu Weihnachten den Weg in die Kirche um den Heiligen Abend und die Weihnachtstage zu feiern. Schon am vierten Advent machten viele von der Möglichkeit Gebrauch eine Kerze am Friedenslicht zu entzünden, das die Pfadfinder des VCP-Stammes ‚Swentana‘ auf dem weiten Weg aus Bethlehem in Kiel abgeholt hatten. Mit dem Verkauf von gut 50 Windlichtern wurde die Arbeit der Pfadfinder unterstützt.

Ein Höhepunkt am Heiligen Abend war wie immer der Familiengottesdienst mit Krippenspiel, das das Team des Abenteuerlands mit 17 Kindern und Jugendlichen einstudiert hatte. Wie in den Jahren zuvor sorgte ein großer Engelchor für einen besonderen Glanz und schönen Gesang. Nicht nur zum Familiengottesdienst war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Auch zur Christvesper mit musikalischer Begleitung durch den Kirchenchor ‚Dreiklang‘ stand Pastor Heling vor vollen Bänken. Selbst um 22 Uhr fanden noch zahlreiche den Weg zum Gottesdienst mit Pastor i.R. Huppenbauer und erfreuten sich am Klang der Posaunen. Erfreulich gut angenommen wurde auch der Gottesdienst mit Abendmahl am 2. Feiertag in der Schulscheune in Kasseedorf, der ebenfalls von den Posaunen unserer Gemeinde begleitet wurde.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 14.12.2014

Getragen vom Applaus - Weihnachtskonzert 2014

Die Stars unter den rund 60 Musizierenden des diesjährigen Weihnachtskonzerts in unserer Kirche waren unbestritten der Kinderchor und die Jungbläser. Die jungen Sängerinnen und Bläser erhielten für ihre Darbietungen lang anhaltenden und rhythmischen Applaus. Sie bedanken sich beim Publikum jeweils mit einer Zugabe. Es ist erfreulich zu sehen, was dort unter der Leitung von Lydia Bock und Willy Edel in unserer Gemeinde für musikalischer Nachwuchs gedeiht. Aber auch der Kirchenchor ‚Dreiklang‘, der Posaunenchor, beide unter Leitung von Lydia Bock, und das Blockflötenensemble unter Leitung von Marianne Loocks begeisterten die Konzertbesucher. Für einige war das Weihnachtskonzert der festliche abendliche Abschluss der Waldweihnacht auf dem Bungsberg.
Die Mitglieder des Kirchenchores hatten tags zuvor die Kirche zusammen mit unserer Küsterin Ilona Wandt weihnachtlich herausgeputzt. Erstmals mit LED-Kerzen an den Bankreihen. Eine Maßnahme die dank der guten Qualität wenig auffiel, aus Gründen der Sicherheit aber erforderlich geworden ist. In Zeiten von Kleidung aus leicht entflammbarer Kunstfaser kann eine kleine Unachtsamkeit bei offener Flamme zu einem Unglück führen.
Ein schönes Bild für Augen und Ohren war nach rund 90 Minuten Musikgenuss der Abschluss des Konzertes mit Kirchenchor, Flötenensemble und Kinderchor die gemeinsam „Hört, die Engelboten singen“ vortrugen, bevor die ganze Gemeinde den Abend mit „O du fröhliche“ beschloss und sich auf den Heimweg machte.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 22.11.2014

Ich bete an die Macht der Liebe - Lichterandacht auf dem Friedhof

Zum Gedenken an die Verstorbenen versammelten sich auch in diesem Jahr viele Menschen am Vorabend des Ewigkeitssonntags zur Lichterandacht auf dem Friedhof. Trotz des seit dem Nachmittag anhaltenden Nieselregens fanden sie den Weg auf den erleuchteten Friedhof und eröffneten die Andacht begleitet vom Posaunenchor mit dem Lied  "Der Mond ist aufgegangen". 
Leider brannten nicht so viele rote Lichter wie in den vergangenen Jahren. Der Regen machte alle Versuche der Konfirmanden zu nichte und löschte die Lichter bald wieder aus. Dennoch entstand eine besondere Atmosphäre. Nicht zuletzt, weil immer mehr Angehörige ihre Gräber zu dem besonderen Anlass mit Laternen schmücken und so ein ganz persönliches Licht entzünden, das die ganze Nacht hindurch leuchtet. Im kommenden Jahr wollen wir dem Wetter mit Hilfe von Grablichtern mit Regenschutz ein Schnippchen schlagen.
Nach Abendgebet und Vaterunser beendete das Trompetensolo "Ich bete an die Macht der Liebe" und der Segen von Pastor Dr. Arnd Heling die Andacht.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 27.09.2014

'Sangena' rocks my soul - Gospelkonzert ein Erfolg

Gleich zwei erfolgreiche Konzerte absolvierte der Gospelchor ‚Sangena‘ unserer Gemeinde am vergangenen Wochenende. Bei Ihrem Heimspiel am Sonnabend in der Schönwalder Kirche brachten sie den Schwung vom Vorabend aus Ascheberg mit. Spürbar entspannt ging der 25 Stimmen zählende Chor sein erstes Konzert ohne Gastchor an und ließ den Funken schon nach wenigen Liedern überspringen. Motiviert durch die charmante und humorvolle Moderation der Sängerin Marianne Breitbach klatschten und wippten die Konzertbesucher schon nach einer kurzen Aufwärmphase mit. Der Spaß am Singen und die gute Gemeinschaft habe alle Mitglieder des Chors während der intensiven Proben unter Leitung von Lydia Bock immer wieder motiviert, verriet die Moderation. Im ersten Teil, der den afroamerikanischen Gospels vorbehalten war, überzeugten auch die Solistinnen Kerstin Moritzen und Stefanie Hansen mit ihren Stimmen und sorgten für Szenenapplaus. Als die Zuhörer schließlich zum Mitsingen aufgefordert wurden war der Titel Programm: „Rock my soul“. Am Klavier wurde der Chor erstmals von der Plönerin Petra-Charlotte Bleser begleitet. In den zweiten Teil des rund 90minütigen Konzertes und zu seinen afrikanischen Wurzeln rief Hetty Schröder den Chor mit ihrer Trommel. ‚Sangena‘ ist Swahili und heißt übersetzt: Wir singen. Begleitet von Trommeln und viel Bewegung holte der Chor die afrikanische Lebensart, die vielen aus unserer tansanischen Partnergemeinde Magoye bekannt ist, nach Ostholstein. Am Ende forderten die begeisterten Besucher lautstark eine Zugabe und wurden dann nach alter Tradition durch ein singendes Spalier in die Nacht entlassen.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 12.09.2014

Richtfest auf dem Pfarrhof - Gebäude zur Mensch-Tier-Begegnung noch in diesem Jahr fertig

Mit dem Richtfest des Gebäudes zur Mensch-Tier-Begegnung am Rande des Pfarrhofes der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Schönwalde ging am Freitag ein lange geplantes Projekt auf die Zielgerade. Bis Mitte Oktober soll das Holzhaus fertig sein und ab Frühjahr sowohl als Heimat für Schafe oder Esel, als auch als Aufenthaltsraum in unmittelbarer Nähe zu den Tieren dienen. Damit dürfte das von Zimmerermeister Oloff Dohse geplante und gefertigte Gebäude eines der letzten abgeschlossenen Projekte der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz in der jetzt auslaufenden Förderperiode sein. 15.000 Euro der geplanten Baukosten von 40.000 Euro stammen aus ihren Mitteln. Weitere 7.500 Euro steuerte die Sparkassen-Stiftung Ostholstein bei. Weitere 10.000 Euro erhielt die Kirchengemeinde von einer Spenderin aus Hamburg. Den Eigenanteil der Kirchengemeinde von 7.500 Euro erbrachten zu einem großen Teil der Kirchengemeinderatsvorsitzende Dieter Achtenberg und Moritz Dietzsch, der seit August sein freiwilliges ökologisches Jahr auf dem Pfarrhof der Kirchengemeinde absolviert. Den letzten „Förderbescheid“ überbrachte die begleitende Architektin Nina Hiller in Form einer Spende ihres Büros.

In einem kleinen Stallanbau zwischen Kindergarten und Krippe leben heute schon Kaninchen, mit deren Hilfe den Kindern das Zusammenleben mit Tieren und die damit verbundene Verantwortung näher gebracht werden soll. Die größeren Vierbeiner werden den nötigen Auslauf auf der Jahnkoppel, im direkten Anschluss an das jetzt errichtete Gebäude haben. In die Mensch-Tier-Begegnung sollen nach Plänen der Kirchengemeinde auch Senioren und Behinderte einbezogen werden. Naheliegend ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Alzheimer-Demenz-Cafe, das am 21. September sein einjähriges Bestehen feiert, wie Pastor Dr. Heling zu den Perspektiven ausführte.
Welche Möglichkeiten für eine regionale Zusammenarbeit in der „tiergestützten Intervention“ bestehen, könnte bereits im kommenden Jahr im Zuge einer Studie erarbeitet werden. Dabei erhebe die Kirche keinesfalls den Anspruch auf die Führung in einer solchen Struktur. Erste Gespräche zur Finanzierung der Studie durch die Aktivregion laufen, berichtete Pastor Dr. Heling. Jürgen Wolff äußerte sich erfreut über die Strahlkraft, die inzwischen vom Naturerlebnisraum Pfarrhof Schönwalde ausgehe.
Als zuständiger Regionaldezernatsleiter für ländliche Entwicklung im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR) auch verantwortlich für die Aktivregion nehme er wahr, wie sich Bildung und Kultur positiv auswirkten. Günter Möller, Regionalmanager der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz wies auf deren neue Ausrichtung hin. Dabei stehen die Schaffung zukunftsfähiger Strukturen und die Stärkung von regionaler Verantwortung und Identität im Vordergrund. Punkte die mit den Bemühungen der Kirchengemeinde deckungsgleich seien.

Auch Werner Kaiser fand lobende Worte für das zukunftsweisende Engagement. Die Sparkassen-Stiftung Ostholstein, als dessen Geschäftsführer er gemeinsam mit der Leiterin der Filiale der Sparkasse Holstein, Janina Oldekop-Timm zum Richtfest eingeladen war, lege als Investition in die Zukunft, Wert auf die Förderung von Projekten für die Jugend im regionalen Bezug. Daher sei es ihm auch wichtig zu zeigen, dass trotz des großen Engagements auf dem Bungsberg die Region drum herum nicht abgehängt sei. Auch in den Dörfern wolle man sich weiterhin, wie jetzt bei der Kirchengemeinde Schönwalde, engagieren.

Marc Dobkowitz

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