AKTUELLES
Über die Ökologisierung von Kirchenland

Zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung lädt der Freundeskreis des Historischen Pfarrhofes ...
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Den Wolf umarmen - Enneagrammseminar mit Andreas Ebert

Am 25. und 26. Januar trafen sich 27 Interessierte mit Pfarrer i.R.  Andreas Ebert (München) im Gemeindehaus ...

Rückblick

Bild_zum_Thema 11.04.2016

Neugierig sind Mensch und Tier - Tiergestützte Pädagogik mit Lamas und Kaninchen

Tiere finden nichts und niemanden „blöde“ und gehen auf ihr Gegenüber unvoreingenommen zu. Diese Eigenschaft macht sich das Projekt „Tiere brauchen keine Sprache“ zu Nutze. Es startete Montag als erstes Angebot tiergestützter Pädagogik speziell für Mädchen im Gisela-Stadie-Haus auf dem Pfarrhof Schönwalde.

Diplompädagogin Ines Schneider und Johanna Hippauf, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr am Bungsberg absolviert, bringen bis August jede Woche zehn Mädchen mit Lamas und Kaninchen in Kontakt. Im Kern des pädagogischen Konzeptes steht für die Kinder die Erfahrung, dass jedes Wesen einzigartig und mit seinen individuellen Eigenschaften etwas Besonderes ist.
Schon am ersten Tag war allen Mädchen klar, was ein Kaninchen von einem Lama unterscheidet. Genauso schnell stellten sie fest, dass die Lamas ebenfalls mehr unterscheidet als die Farbe des Fells. „Harry“, der Chef der Herde mit den gebogenen „Bananenohren“, die unter Menschen wohl zu Hänseleien führen würden, geht nicht als erster auf den bunten und lauten Haufen zu, der da auf „seiner“ Koppel steht. Dafür kommt „Annie“ sofort, um alle ausgiebig zu beschnuppern. Sie hat offenbar keine Vorurteile gegenüber den Fremden. Neugier und Neutralität bestimmen ihr Handeln, in dem sie aber auch ganz selbstbestimmt agiert.
Kommt ihr ein Kind zu schnell zu nahe, gibt es eine Reaktion, die jedes der Mädchen sofort wahrnimmt und ganz instinktiv richtig reagiert. So ist sich Ines Schneider auch sicher, dass bis zum Ende des Kurses kein Lama spucken wird.
Ob die spontanen Sympathien der Kinder, von denen jedes bereits festgelegt hat, welches Lama es in den nächsten Wochen führen wird, auch von den Vierbeinern erwidert werden, wird sich zeigen. Ganz ohne Sprache und mit den Tieren als Spiegel ihres Verhaltens sollen die Mädchen positive Beziehungen zu den Lamas und Kaninchen aufbauen. Das große Abenteuer, auf das alles hinausläuft, sind Ausflüge in die nähere Umgebung. Auf dem Weg dahin werden Themen wie die Ernährung oder Körperpflege behandelt und die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorlieben nicht nur der Tiere herausgearbeitet.

In der Gruppe, die aus je fünf Kindern aus Flüchtlingsfamilien und deutschen Familien besteht, werden auch die unterschiedliche Herkunft und damit verbundene Traditionen thematisiert. Beim Malen, Basteln oder dem Bau von Hindernissen für den Kaninchensport treten die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Einzelnen ans Licht.
Bei allem wollen Ines Schneider und Johanna Hippauf die vielfältigen Möglichkeiten des Naturerlebnisraumes nutzen. Das Angebot richtet sich gezielt an Mädchen, da die Integration von Jungen über den Sport sehr gut funktioniere, für Mädchen aber wenig Alternativen bestünden.

Die Kosten des Projektes, zu dem auch ein Fest für die Familien und Freunde gehört, trägt zu drei Vierteln der Flüchtlingsfonds des Kirchenkreises Ostholstein. Den Rest übernimmt die Evangelische Kirchengemeinde Schönwalde.

Marc Dobkowitz (Ostholsteiner Anzeiger v. 16.04.2016)

Bild_zum_Thema 08.11.2015

Eine Pilgerin durch die Zeit - Bericht aus der Gemeindeversammlung

„Die Kirche ist eine Pilgerin durch die Zeit.“ Dieser Satz aus dem umfangreichen Bericht des Kirchengemeinderates (KGR), den Pastor Heling vortrug, bringt die Situation unserer Gemeinde sehr genau auf den Punkt.
Beherrschendes Thema der Gemeindeversammlung waren die Überlegungen zur Umgestaltung der Kirche im Eingang sowie auf und unter der Empore. Der Fragebogen hierzu wurde 61 Mal ausgefüllt. Das Ergebnis ist bei aktuell 2059 Gemeindegliedern zwar nicht repräsentativ, gibt aber ein Stimmungsbild ab, das in den Beratungen des KGR auch Gegenstand der Diskussionen ist. Kritiker wie Befürworter der Pläne halten sich in der Auswertung die Waage. Die detaillierte Zusammenfassung findet sich im Download-Bereich.

Auch innerhalb der Versammlung gab es Stimmen pro und contra. Mehrfach wurde die Sorge geäußert, durch den Einbau einer „Teeküche“ und das Ersetzen von Bankreihen durch Stühle oder die Auslage von Büchern entstehe eine „unaufgeräumte Atmosphäre“ die Besucher nicht willkommen heiße. Einige sprachen auch vom Verlust der Kirche als sakralen Raum. Auch erschien die Maßnahme manchem als zu weit gehend und den Charakter der Kirche verändernd und war mit der Empfehlung verbunden, die Veränderung nur in kleinen Schritten und über einen längeren Zeitraum zu vollziehen.
In seiner Sitzung am 6. November hat sich der KGR darauf verständigt zunächst in Detailplanungen für die Bereiche auf und unter der Empore einschließlich der Schaffung eines WCs einzutreten. Die Empore als Ort des Gedenkens ist dabei ausdrücklich ausgenommen. Hier möchte der KGR in einen weiteren Dialog mit den Menschen vor Ort treten, um eine zeitgemäße Form des mahnenden Gedenkens und dem Friedenserhalt zu entwickeln. Eine Turmhalle ohne Gedenktafeln kommt keinesfalls einer Abkehr von Traditionen des Gedenkens gleich. Vielmehr soll ein offenes Entre der Kirche dazu beitragen die Gemeinde für zukünftige Generationen attraktiv zu gestalten, um Traditionen weiter pflegen zu können. Die Gestaltung wird den Charakter der Kirche wahren. Dem wurde bereits mit der Wahl des Architekten Rechnung getragen. Die vielfach zitierte „Teeküche“ wird, wie auch die temporäre gläserne Trennwand, so durch die Einbauten kaschiert werden, dass sie außerhalb ihrer Nutzung den Besuchern nicht ins Auge fällt. Es ist weder vorgesehen, den Abwasch in der Kirche zu verrichten oder gar eine Spülmaschine einzubauen, noch soll während der Gottesdienste eine „Cafeteria“ hinter Glas abgeteilt werden. Allen sei zudem versichert: Die ausgebauten Bänke werden wie die Ehrentafeln unter dem Dach der Kirche gelagert und verschwinden in keiner Scheune.

Den gesamten Wortlaut des Berichtes des KGR, der noch viele weitere Daten und Fakten des zurückliegenden Jahres bereithält, finden Sie ebenfalls im Download-Bereich dieser Seite. 

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 31.10.2015

Kirchenmusik trifft Jazz - Konzert am Reformationstag

„Willkommen liebe Jazz-Gemeinde, Martin Luther sei mit Euch“ Mit diesen Worten eröffnete Pastor Henning Ernst das Konzert der SOUListen am Reformationstag. Der Bandleader und Schlagzeuger spannte zusammen mit den Berlinern Martin Klingberg (Trompete u. Gesang) und Jan Roder (Bass) sowie Gitarrist Eckart Gleim aus Halle einen musikalischen Bogen von Martin Luther zu Miles Davis. Dabei überwogen die leisen und gefühlvollen Töne. Zu hören hab es eine Jazz-Version von Paul Gerhardts „Geh aus mein Herz...“. genauso wie den „One Note Samba“. Den Abschluss mit dem Davis-Song „Seven Steps to Heaven“ quittierte das Publikum mit begeistertem Applaus. Die Musiker bedankten sich mit ihrer Version von „Bewahre uns Gott“ zum Abschied.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 31.10.2015

ChurchNight - Das Abenteuer hinter dem 31.Oktober

Anfang Oktober geht es los: Gruselige Kürbisfratzen, Gespenster und Hexen. Die amerikanische Halloween-Welle hat uns fest im Griff. Das ist da noch den Reformationstag gibt, wird allzu häufig vergessen und Kinder wissen meist gar nichts mehr damit anzufangen. Wir, vom Abenteuerland-Team, möchten an den 31.10.1517 und an Martin Luther erinnern. Damals, vor fast 500 Jahren, wollte Luther mit dem Anschlag der 95 Thesen einen Missstand in der Kirche beseitigen. Er hatte aber eine Lawine losgetreten, die nicht mehr aufzuhalten war. Diese wirkte nach seinem Tod weiter und führte letztendlich zur Entstehung der evangelischen Kirche.

Heute feiern wir an fast 800 Orten in Deutschland diesen Tag als ChurchNight – Schönwalde ist seit vier Jahren dabei. Seit nunmehr drei Jahren begleitet uns Herr Martin Luther an diesem Abend und versetzt uns für einen Moment in die alte Zeit zurück. Dieses Jahr begann alles mit einer Bibellesungen auf Latein, die irritierte und verdeutlichte, wie wichtig die Übersetzung der Bibel ist.
Die Hauptkonfirmanden trugen ein kleines Anspiel zum Thema „Ablasshandel“ vor, nur derjenige der Geld hatte, konnte seine Seele frei kaufen, alle anderen kamen ins Fegefeuer.
Nach einigen Bewegungsliedern ging es dann mit den Gottesdienst-besuchern zum bunt, beleuchteten Gemeindehaus. Dort warteten weitere Spiel und Informationen rund um Martin Luther. Eine besondere Aktion stellte auch in diesem Jahr die Verteilung der Lutherbrötchen dar. Die selbst hergestellten Backwaren wurden an einige Einwohner Schönwaldes verteilt. „Geben anstatt nehmen“, steht dabei im Vordergrund. Alle „Türöffner“ waren bis jetzt positiv überrascht und freuten sich über diese gelungene Aufmerksamkeit. Es ist ein kleiner Beitrag, den das Abenteuerland-Team leistet, um diese Nacht wieder heller zu machen!
Neben dieser Aktionen planen und führen wir auch weitere Veranstaltungen für  Kinder und Jugendliche in unserer Kirchengemeinde durch, so zum Beispiel das Krippenspiel, den Weltgebetstag für Kinder oder das Musical zu Pfingsten. Wir, das sind einige Frauen (siehe Bild unten), die sich einmal im Monat (meistens) am ersten Mittwochabend des Monats treffen, um Neues zu planen. Wer Lust hat, sich daran zu beteiligen, der sollte sich im Kirchenbüro melden. Wir freuen uns auf weitere Mitstreiter/innen, um gemeinsam ein aufregendes, spannendes und kindgerechtes Programm in 2016 zu gestalten.       

Angela Hüttmann

Bild_zum_Thema 04.10.2015

Erntedank & Einweihung - Pfadfinder beziehen altes Backhaus

„Leben aus dem Dank oder: Die Kunst zufrieden zu leben.“, so war der Gottesdienst am Erntedanktag überschrieben. Reichlich und kunstvoll geschmückt mit Erntegaben vom Acker und aus dem Garten war die Kirche für diesen besonderen Tag. Kirchenchor Dreiklang und der Posaunenchor sorgten für die musikalische Untermalung. Wie an jedem ersten Sonntag im Monat gab es parallel einen Kindergottesdienst. mit dem Team um Claudia Riep. Der Kindergarten hatte bereits am Freitag das Erntedankfest gefeiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Pfadfinder zur Einweihung ihres neuen Stammesheimes eingeladen. Rund um das alte Backhaus  präsentierten die Sippen unseres VCP-Stammes ‚Swentana‘ einen Basar. Dort gab es Blumen für den heimischen Garten, die schnell ihre Liebhaber fanden, genauso wie Schwedenfeuer und selbstgekochte Marmeladen zu kaufen. Eine Besonderheit, die es nur in Schönwalde gibt, ist der Lamadünger. Um den Mist der vierbeinigen Nachbarn der Pfadis auf der Jahnkoppel zu verkaufsfertigen Quadern zu formen, war Handarbeit gefragt. Beim Anpreisen ihrer Waren übertrafen sich die Sippen gegenseitig. Im Stile echter Marktschreier lobten sie lautstark Prozente aus oder lockten mit dem Angebot „3 zum Preis von 2“. Die hungrigen Besucher erwartete Dank zahlreicher Spenden ein großes Kuchenbuffet Wer Lust hatte konnte am Lagerfeuer ein wenig in das Pfadfinderleben hinein schnuppern. Neugierigen Blicken öffnete sich auch das Innere des Backhauses mit dem gemütlichen Gruppenraum unterm Dach.

Evangelisches Pfadfinden ist mehr als Abenteuer erleben. Es bedeutet in den Gruppenstunden Werte wie Gerechtigkeit, Rücksicht-nahme, Solidarität und Toleranz zu vermitteln. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird die Neugier, andere Länder und Kulturen zu entdecken und kennenzulernen gefördert und Offenheit gegenüber allen Menschen vermittelt.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 19.09.2015

Standing Ovations für 'Sangena' - Konzerte mit Spaß und Humor

Es war einer jener nasskalten Herbsttage im September, an dem manche passionierte Hundeliebhaber, wegen des „Gassigehens“, im Stillen sich eine Katze als besten Freund des Menschen wünschen würde. Und trotzdem waren die Menschen nach Schönwalde gekommen, um den Gospelchor ‚Sangena‘, unter Leitung von Lydia Bock, zu erleben. Die Kirche war voll. Ein besonderer Abend wie die Zuhörer gleich am Anfang erfuhren, denn „erstens ist es immer etwas Besonderes in der Heimatgemeinde zu singen und zweitens ist es der letzte Auftritt auf unserer Tournee durch Norddeutschland, die uns durch wunderschöne Landschaften und verwunschene Dörfer führte, bis nach Neukirchen und zurück“. Mit Humor, Spaß und viel Freude beim Singen sprang der berühmte Funke sofort über, so dass bereits beim ersten Lied die Besucher mit klatschten und manche Füße im Takt wippten. Im ersten englischsprachigen Teil des Konzertes rockte Kerstin Moritzen mit ihrer warmen Soulstimme die Kirche während Sandra Stoelk mit ihrer glockenklaren Stimme Gänsehaut-feeling aufkommen ließ. Der afrikanische Teil wurde mit vier afrikanischen Trommeln, rhytmischem Klatschen und gellenden Schreien eingeleitet und nicht nur dem Publikum sondern auch dem Chor war der gemeinsame Spaß an der Musik anzumerken sowie die Lebensfreude dieses Kontinents. Übrigens nicht nur in Schönwalde war der Abend ein voller Erfolg. Bei den Gospeltagen in Neukirchen wurde am Abend zuvor der Chor mit Standing Ovations, drei Zugaben und der Aufnahme in die große „Gospelfamilie“ gewürdigt.

Wer Spaß am Singen und Lust bekommen hat, im Chor mitzumachen, kommt einfach vorbei. Geprobt wird donnerstags von 20.00 – 21.30 Uhr im Gemeindehaus Schönwalde. Insbesondere werden Männerstimmen und ein/eine Klavierspieler/in benötigt.

Marianne Breidbach (Foto: Doreen Leesch)

Bild_zum_Thema 12.07.2015

Kein schöner Land in dieser Zeit ... - Erstes Chorfest auf dem Pfarrhof war ein schöner Erfolg

Wie immer bei Freiluftveranstaltungen beschäftigte die Verantwortlichen bis zum Schluss die bange Frage: Spielt das Wetter mit? Denn das Besondere der Chorveranstaltung des Freundeskreises Pfarrhof Schönwalde e.V, am 12. Juli sollte ja das Singen unter freiem Himmel sein.

Es spielte mit. Bei strahlender Sonne übernahm der Posaunenchor mit beschwingten Stücken die Eröffnung. Es folgte unser Kirchenchor Dreiklang, der kleinste der fünf auftretenden Chöre, mit ganz innigen Liedern.
Danach trat der Preetzer Gesangverein von 1864 mit volkstümlichen und geistlichen Stücken aus verschiedenen Epochen auf, eine sehr gelungene Mischung aus ernst und heiter. In der Kaffeepause hielt die gute Stimmung an. Sämtliche Kuchenspenden waren im Nu verkauft, denn es waren immerhin bis zu 250 Gäste auf dem Pfarrhof. Auch einige der Flüchtlingsfamilien machten sich mit deutscher Kultur vertraut. Der Singkreis Ostholstein setzte das Programm fort. Man spürte beim Hören die lange Erfahrung dieses Chores und seine anhaltende Freude am Auftritt. Wind und einsetzender Regen gaben der Veranstaltung plötzlich eine neue Wende. Mitten in einem Lied musste das E-Piano geborgen und die Veranstaltung in die Kirche verlegt werden. Und fast alle wollten dabeibleiben! In einer Viertelstunde war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Singkreis setzte seine Darbietungen routiniert fort. Im fliegenden Wechsel heizte sodann der Gospelchor Sangena die Stimmung an; die Veranstaltung wurde von immer ausgelassener, das Publikum ging mit! Daran knüpfte der Shant-Chor Eutiner Wind zum Schluss voller Begeisterung an. Volkstümlich, fröhlich, stimmungsvoll ging das Chorfest zu Ende. Unter Begleitung des Posau-nenchors sangen am Ende alle miteinander im Stehen: ... dass wir uns hier in diesem Tal noch treffen so viel Hundert Mal – Gott mag es schenken, Gott mag es lenken, er hat die Gnad. Für die Pflege des Pfarrhofs wurden durch diese Benefizveranstaltung des Freundeskreises über 500 € eingenommen. Sie sollen in den Ankauf einer soliden Ruhebank investiert werden. Ein herzlicher Dank geht an alle Akteure und Chorleitungen und das wunderbare Publikum.

Erinnert sei auch an die andere große Freiluft-Gemeindeveranstaltung dieses Sommers, nur zwei Wochen vor dem Chorfest: Die Feier der Johannisnacht; auch hier wurde viel gesungen und fröhlich gefeiert. Nach der Andacht in der Kirche sang Sangena am Feuer danach gab es gespendete Salate und einen Imbisswagen mit Galloway-Produkten. Es spielten die Posaunen, und ein Höhepunkt war Sergie Bezrukow, Leiter des Eutiner Shanty-Chors, der sein Knopfakkordeon mitgebracht hatte und beim Flackern der Feuerkörbe mit uns deutsche und russische Volkslieder sang. Auch hier ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben!

Auch eine dritte Freiluftveranstaltung war ein Highlight: die Waldführung mit Ulf Köhn durch die Forstkoppel. Trotz großer Hitze kamen über zwanzig Interessierte und bekamen einen faszinierenden Einblick in die hiesige Waldwirtschaft der letzten 200 Jahre. Alle wünschten sich eine vertiefende Wiederholung im nächsten Jahr.

Arnd Heling (Foto: Marc Dobkowitz)

Bild_zum_Thema 29.06.2015

Die Natur zum Greifen nah - Kindergarten mit Wandbild belebt

Mitten im Evangelischen Kindergarten Schönwalde wächst ein riesiger Baum. Es hoppeln Hasen, krabbeln Käfer, fliegen Schmetterlinge und ein Bach fließt entlang. All das ist jedoch nicht real, sondern von der Innenarchitektin Anne Kraatz auf zwei Wände in der Halle des Kindergartens gemalt. Die Wandmalerei überzeugt mit viel Liebe zum Detail und lässt manches Tier real erscheinen. Während auf der einen Wand ein Eichhörnchen in Mitten von Blumen auf einem Baumstumpf genüsslich an einer Eichel knabbert, fließt auf der anderen ein wilder Bach in Richtung Dorf. Vorsichtig schaut ein Rehkitz hinter einem weiteren Baum hervor. Die Szenerie könnte am Fuße des Bungsberges im Quellgebiet der Schwentine spielen. Die gelernte Tischerlin Anne Kraatz hat sie sich jedoch ausgedacht und für die Kinder eine Menge Kleinigkeiten wie die Raupe oder den Marienkäfer im Bild versteckt. Die 41jährige Neustädterin kam nach ihrem Studium in Wismar zur Wandmalerei als gestaltendes Element, das sie nun gerne für ihre Arbeit als Innenarchitektin einsetzt. Nicht nur öffentliche Räume in Hotels oder Restaurants sondern auch Kinderzimmer nach den Wünschen ihrer Bewohner stehen auf der Auftragsliste. Interessierte Kunden, wie den Kindergarten, berät Anne Kraatz kostenlos zur lebendigen Gestaltung der Räume mittels Wandmalerei.

Marc Dobkowitz

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