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Eine einleuchtende Idee - Spendenaktion zur Kirchenbeleuchtung

Die Schönwalder Kirche aus dem Jahr 1240 soll nach langer Zeit wieder eine angemessene Außen- und ...
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Pfarrkutsche meistbietend verkauft

Im Gemeindebrief wurde der 80 Jahre alte Zweispänner von Armin Lembke, der von 1945 bis 1980 Schönwaldes ...

Rückblick

Bild_zum_Thema 22.10.2020

Pfarrkutsche meistbietend verkauft

Im Gemeindebrief wurde der 80 Jahre alte Zweispänner von Armin Lembke, der von 1945 bis 1980 Schönwaldes Pastor war, zur Versteigerung angeboten. Das ehrwürdige Stück stand lange in der Pfarrscheune. Rost und Wurmfraß haben ihm arg zugesetzt. Um es vor dem endgültígen Verfall zu bewahren und zugleich die Pfarrscheune besser nutzen zu können, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die Kutsche zu Gunsten der Außenbeleuchtung unserer Kirche zu veräußern.
Den Zuschlag erhielt Herr Arend Knoop, früher einmal Konfirmand von Pastor Lembke. Er bot 1.500 Euro für den guten Zweck! Wir bedanken uns ganz herzlich und freuen uns, dass die "einleuchtende Idee" einer Wege- und  Fassadenbeleuchtung rund um die Kirche nun schon wieder ein Stückchen näher gerückt ist. Den Zweispänner wird Arend Knoop eigenhändig restaurieren.  
Es ist schön zu wissen, dass die Kutsche im Dorf bleibt! Wir wünschen dem neuen Eigentümer viel Freude und Erfolg beim Restaurieren!

    
Pastor Heling und Kirchengemeinderat Rudi Hoffmann bei der Übergabe der Pfarrkutsche an Arend Knoop. Bild: Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 21.10.2020

Erntedank 2020

In diesem Jahr haben die Kinder der Friedrich-Hiller-Grundschule eine Woche lang mitgeholfen, unser Wagenrad mit den Erntegaben vor dem Altar auszuschmücken. Dabei lernten sie Matthias Claudius' Erntelied "Wir pflügen und wir streuen" näher kennen.
Das Gesamtkunstwerk, das unter der kundigen Leitung unserer Küsterin Ilona Wandt entstanden ist, war am Erntedank-Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr zu bestaunen.

"Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott."  




Bild_zum_Thema 10.03.2020

Weltgebetstag am 6. März 2020

 
Die Frauen aus Simbabwe machen sich stark für Gleichberechtigung
In Simbabwe sagt man: „Die Frauen kämpfen auf Knien“, weil sie betend kämpfen. Und sie lassen nicht nach zu beten, weil viele von ihnen immer noch Diskriminierung, Unterdrückung   und systematischen Machtmissbrauch erfahren. Ihr christlicher Glaube gibt den Frauen Hoffnung und Stärke. Wie Jesus in der Geschichte der Heilung des Gelähmten (Joh. Kap 5, Vers 2-9) ruft, so rufen sie sich – und uns – mutig und entschlossen zu: „Steh auf und geh!“
In verschiedenen Projekten kämpfen sie für die Gleichberechtigung aller Frauen in diesem armen, verschuldeten Land in Südafrika. Sie kämpfen für berufliche Chancengleichheit junger Frauen. Sie kämpfen gegen Zwangsverheiratung, Polygamie und häusliche Gewalt. Sie kämpfen für eine adäquate Schulbildung für Mädchen. Sie kämpfen für eine ausreichende Versorgung von bedürftigen und beeinträchtigten Kindern sowie für eine umfassende Gesundheitsreform. Und nicht zuletzt kämpfen sie mit ihrer Projektidee „Schulden in Gesundheit umwandeln“ für wirksame medizinische Maßnahmen bei den zahlreichen Aids-, Tuberkulose- und Malariakranken. Ein langer Weg liegt noch vor ihnen.

Etwa 45 Frauen, Männer und Kinder folgten der Einladung zum Weltgebetstag der Frauen aus Simbabwe, diesen Gottesdienst mit ihnen gemeinsam zu feiern. Nach einer interessanten Länderinformation und vorgetragenen Berichten der Frauen über ihre Sorgen und Nöte, aber auch über ihre Hoffnung auf Versöhnung und Frieden fanden sich passend zu dem Bibelausspruch „Steh auf und geh!“ viele ermutigende und zum Aufbruch auffordernde Gebete, Fürbitten sowie zahlreiche eingängige Lieder (Steh auf! Mach dich auf den Weg! Tu, was Jesus sagt! Du schaffst das!). Diese Texte zeigten die Kraft und den starken Willen dieser Frauen und ihr Vertrauen in Gott.

Die am Schluss des Gottesdienstes eingesammelte Kollekte war bestimmt zur Unterstützung verschiedener Frauen- und Gesundheitsprojekte in Simbabwe.

Der Gebetsabend fand einen harmonischen Ausklang bei regem Gedankenaustausch und einem vielfältigen Angebot an landestypischen Speisen aus Simbabwe, zubereitet von den Frauen des Organisationsteams.

Brigitte Hilbert (Foto Rudi Hoffmann)

Bild_zum_Thema 22.02.2020

Christlich-islamischer Dialog im Gemeindehaus

Im Rahmen einer Dialog-Reihe des Kirchenkreises Ostholstein waren wir am 21. Februar Gastgeber für das Gespräch von Abdulgafur Musliu von der islamischen Hochschulgemeinde in Osnabrück und Pastor Michael Hanfstängl, Beauftragter für Mission, Ökumene und Eine Welt im Kirchenkreis Ostholstein. Vor etwa 70 interessierten Zuhörern hielten sie Impulsreferate mit Fragen an die jeweils andere Religion. Danach konnten auch Fragen aus dem Publikum gestellt werden, wovon rege Gebrauch gemacht wurde. Unter der Moderation des Islambeauftragten der Nordkirche, Pastor Sönke Lorberg-Fehring, kamen sowohl Fragen nach dem Menschenbild im Islam und im Christentum zur Sprache als auch nach der Bedeutung Jesu, der Zwei-Naturen-Lehre und Trinitätslehre.  

                                                                                                                       A. Heling


Bild_zum_Thema 21.11.2019

Menschenkette am Volkstrauertag

Es hat tatsächlich geklappt - knapp 400 Menschen kamen in diesem Jahr zum Volkstrauertag in Schönwalde, auch anlässlich der Einweihung des neuen Gedenkortes für den Frieden. Nach jahrelanger Planung und vielen Mühen hat es die Kirchengemeinde geschafft, das Gebäude pünktlich der Öffentlichkeit zu übergeben. 
Gefeiert haben dies mehrere Hundert Menschen, die dem Aufruf gefolgt waren, den Volkstrauertag einmal anders zu begehen. Nach den Kranzniederlegungen am Ehrenmal durch Schönwaldes Bürgermeister Saak und Bürgermeisterin Voß, Major Lotzin (Patenkompanie), die Freiwillige Feuerwehr und den Kyffhäuserbund formierte sich die Menschenkette mit Landrat Sager, Propst Süßenbach, dem Kirchenpatron Herzog von Oldenburg und Pastor Arnd Heling an der Spitze: Sie folgten einem der vielen Engelschilder, die die Strecke markierten. Nach Ankunft am Gedenkort stand die Menschenkette, rund 400 Meter lang. Die Glocken läuteten und man fasste sich an den Händen zu einer Minute gesammelten Schweigens. Dann trugen zwei Konfirmanden die Kränze der Kirchengemeinde und des Kirchenpatrons, um sie am Gedenkort niederzulegen, der damit eröffnet wurde. Vor der Kirche sang der Gospelchor Sangena das Lied Give us Peace - es konnte passender nicht sein. 
Propst Süßenbach segnete das Haus und sprach darüber das Gebet "Vater vergib" (Father forgive), das aus der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kathedrale in Coventry stammt. Landrat Sager würdigte die Bemühungen der Kirchengemeinde und dankte den Akteuren des Tages. Bei bestem Wetter gab es anschließend eine Erbsensuppe von der Patengemeinde, Getränke, Brot und Kekse in der Kirche und viele Gespräche. In der Kirche war die Ausstellung der Konfirmanden über "Zeitzeugen - Flüchtlingskinder 1945" zu sehen.

Selten sah man so viele Jugendliche und Kinder bei einem Volkstrauertag. Dank an alle, die diesen ernsten Tag so würdig und zugleich heiter mit gestaltet haben. 

Arnd Heling



Bild_zum_Thema 13.11.2019

Kriegsenkel - die Erben der vergessenen Generation

Am Mittwochabend, dem 13. November 2019 kamen rund 80 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in die Schönwalder Kirche, um der Lesung von Sabine Bode aus ihrem Buch "Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation" beizuwohnen. Die meisten von ihnen waren schon mit wenigstens einer der einschlägigen Veröffentlichungen der Autorin über die unbewusste Weitergabe von Kriegstraumata seit Ende des Zweiten Weltkriegs vertraut. Es gelang Sabine Bode mühelos, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Viele erkannten sich in den biografischen Fallbeispielen, die sie aus einer Vielzahl von Interviews ausgewählt hatte, unmittelbar wieder. Im Gespräch mit der Autorin wurde deutlich, wie sehr vielfach noch unverarbeitete seelische Verletzungen aus dem Kriege auch in der zweiten Nachkriegsgeneration wirksam sind, zum Teil mit erheblichen Beeinträchtigungen  der Lebensqualität der Betroffenen. Der Vortrag von Sabine Bode ermutigte jedoch manche, sich aktiv mit der Erinnerungsarbeit zu befassen, wie die rege Nachfrage am Büchertisch der Buchhandlung Hoffmann (Eutin) und zahlreiche Autogrammwünsche deutlich machten.

Arnd Heling


Bild_zum_Thema 02.10.2019

Einfach mal lassen. Zauber des Naturgartens.

Vor rund 20 interessierten Gästen hielten Jürgen Hicke und Christina Mohwinkel am 25. September 2019 im Gemeindehaus einen Fotovortrag über íhre bisherigen Gärten, die sie als Naturgärten (um-)gestalteten. Brilliante Nahaufnahmen von Pflanzen und Tieren des Gartens, insbesondere begeisternde Nahaufnahmen von Schmetterlingen, Libellen, Bienen, Wespen  und anderen Insekten, die uns in einem intakten Naturgarten begegnen, schlugen die Besucher in ihren Bann. Die Referenten betonten, dass sie keine Biologen, sondern Amateure im besten Sinne des Wortes seien.
Beide haben über Jahrzehnte im NABU in Niedersachen ehrenamtlich im Naturschutz gearbeitet. Christina Mohwinkel hat dabei einen Schwerpunkt auf Kräuterkunde und Jürgen Hicke ist passionierter Naturfotograf.
Der Vortrag gab vielerlei Impulse, es ihnen gleichzutun - einfach mal lassen, sich selbst zurücknehmen und der Natur eine Chance geben, sich zu entfalten. Es wurde deutlich, dass jeder Gartenbesitzer einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt leisten kann, und dass einem dies sehr viel Freude machen kann. 

Arnd Heling



Bild_zum_Thema 04.07.2019

Ideenwettbewerb für den Schönwalder Gedenkort

Am Volkstrauertag 2019 wollen wir in der frühreren Leichenhalle der Kirchengemeinde einen modernen "Mahnort für den Frieden" einrichten.
Die Kunsthochschule Muthesius Kiel hat sich mit zwei Semesterarbeiten an der Planung beteiligt.
Am Donnerstag, dem 4. Juli 2019, fand in Kiel die Präsentation der Entwürfe der Studentinnen im 4. Semester Pauline Seubert sowie Liska Uhe, AnaLopes und Johanna Aranyos statt.
Beide Entwürfe  waren für den Kirchengemeinderat sehr beeindruckend und qualitativ gleichwertig. So sah es auch Professorin Dagmar Schork, die die Studentinnen angeleitet hatte. Das Preisgeld in Höhe von 800 €, das der Kirchengemeinderat ausgelobt hatte, ging zu gleichen Teilen an beide Entwürfe.

Der Kirchengemeinderat hatte die Qual der Wahl; denn es handelt sich um zwei grundverschiedene ästhetische Ansätze, die mit unterschiedlichen Materialien arbeiten. Das machte die Entscheidung schwer. 

Nun hat sich der Kirchengemeinderat mehrheitlich für den Entwurf von Paulina Seubert entschieden. Ihre Idee, modernste Technik zu verwenden  setzte sich schließlich durch, weil sie letztlich vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten für wechselnde Präsentationen und Ausstellungen eröffnete.  

Wer Interesse hat, kann sich die Entwürfe auch selbst ansehen. Sie sind im Downloadbereich dieser Homepage herunterzuladen. Auch Kommentare nehmen wir gern entgegen: info@kirche-schoenwalde.de

Arnd Heling


                           Die Studentinnen an Kunsthochschule Muthesius v.l.n.r.:
                           Liska Uhe, Ana Lopes, Johanna Aranyos, Pauline Seubert

                           Foto: Marco Heinen


 



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