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RENATURIERUNG EINES FEUCHTGEBIETES

Kirchenland wird Naturerlebnisraum


Foto: Arnd Heling
Unmittelbar an den alten Pfarr- und Obstgarten grenzt ein heute brachliegendes Feuchtgebiet, das durch Drainagemaßnahme annähernd trocken gefallen war. Diese Senke, ursprünglich eine eiszeitliche Formation, ein sogenanntes Soll, wurde 2016 wieder vernässt und für den Amphibienschutz, insbesondere die Wiederansiedlung der Rotbauchunke nutzbar gemacht

Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein begleitet diese Maßnahme fachlich. Eine kircheneigene Weidekoppel wurde mit dem wieder vernässten Soll verbunden. Inzwischen haben einige Robustrinder die naturnahe Pflege des Amphibienareals übernommen.

Das durch Trockensteinmauern und Hecken strukturierte Gelände zeichnet durch einen reichen alten Baumbestand aus Linden, Eschen, Kastanien, Wildkirsche, Ahorn, Fichten u.v.a aus. Im Obstgarten stehen rund 15 teils hochstämmige Apfel- und Birnbäume als Streuobstwiese.

Gezielte Neuanpflanzungen von Obst- und anderen Laubbäumen, einem Knickwall, Hecken, Rosen, Stauden und Wildblumen haben zahlreiche Nistmöglichkeiten und Lebensräume für Insekten, Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Eidechsen und Kleinsäuger geschaffen. Seit vielen Jahren brüten im Turm der Kirche Turmfalken und der Waldkauz hat im Dachboden des reetgedeckten Gemeindehauses sein Zuhause gefunden.

Aber auch an die Menschen ist dabei gedacht. Es entstehen viele kleine Nischen und Plätze, die zum Verweilen, zu Ruhe und Einkehr einladen.



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